Ausstellung: motion(e)motions

Alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Kunstbiennale, findet in Venedig mit der Architekturbiennale die wohl weltweit wichtigste Architekturausstellung statt. Das übergeordnete Thema der Biennale für die Hauptausstellungen ist HOW WILL WE LIVE TOGETHER?
mahl gebhard konzepte freut sich ganz besonders, dieses Jahr nicht nur als Zuschauer, sondern als Teilnehmer dabei zu sein!

Unseren Beitrag finden Sie vom 22. Mai 2021 bis 21. November 2021 im
Palazzo Bembo
2. Etage, Riva del Carbon
4793-4785, 30124 Venezia (Italien)

Im Rahmen dieser Ausstellung TIME SPACE EXISTENCE im Palazzo Bembo und im Palazzo Mora ist mahl gebhard konzepte mit motion(e)motions vertreten.

Landschaft ist im ständigen Wandel. Vegetation ist lebendig und verändert sich mit den Jahreszeiten und durch Wachstum permanent. Daher muss die Dimension Zeit für eine zukunftsweisende und zukunftsfähige Landschaftsgestaltung immer mit berücksichtigt werden. Das Büro mahl gebhard konzepte entwickelt tragfähige und starke Konzepte als Basis für ihre Entwürfe und zeigt Perspektiven auf, wie die Herausforderungen urbaner Entwicklung und des gesellschaftlichen Wandels durch eine nachhaltige atmosphärische Gestaltung des Stadtraumes und der Landschaft bewältigt werden können. Ihre Entwürfe entwickeln sich aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem Ort, dem Kontext, der Geschichte, der Bauaufgabe, dem Bauherrn und den Möglichkeiten für die künftigen Nutzer.

Die Ausstellung motion(e)motions zeigt diese zukunftsweisende nachhaltige Gestaltung und stellt dabei das Erleben von Raum und Zeit in den Mittelpunkt. Die Dynamik der Natur, mit ihren sich über die Zeit verändernden Farben, Mustern und Strukturen, wird durch die Manipulation von natürlichen Vorgängen wie Erosion und Wachstum und durch die Beeinflussung von Luftfeuchtigkeit, Licht, Wind oder Temperatur dargestellt.

Eine filmische 360 Grad Zeitraffer-Installation zeigt dem Besucher der Ausstellung die vielfältigen Transformationen der gestalteten Landschaft in München-Baumkirchen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, die vom Nutzer im realen Raum nicht bemerkt werden. Als stiller Beobachter erlebt der Besucher der Ausstellung eine Zusammenfassung der alltäglichen Nutzung der öffentlichen Freiflächen: Wind und Wetter, Perspektive und Atmosphäre, Pflanzen und Tiere, und natürlich der Mensch als Erholungssuchender. Doch nicht der Mensch hat hier Vorrang, sondern die Natur. Dafür wurde ein 480 Meter langer, breiter Steg aus Betonelementen mit kleinen Schlitzen angelegt, auf dem man nun zu Fuß diese Oase erkunden. Sie wirkt verwunschen und doch mit den Hochhäusern oder dem am Rand vorbeifahrenden Güterzug auch sehr urban.

„Neue Stadtlandschaften sind die Zukunft unserer Städte, daher ist die singuläre Betrachtung von Baugebieten nicht mehr sinnvoll. Es müssen ganze Landschaften und Regionen zusammengesehen werden“, erklärt Andrea Gebhard. „Um Strategien zu entwickeln, die neue Ansätze für die Verbindung zwischen Landschaft und Stadt sowie von Landschaft in der Stadt ermöglichen, ist ein Perspektivwechsel notwendig.“

Wir bauen für die Zukunft. In Zeiten des Klimawandels liegt der Fokus darauf, wie Grünflächen in Städten erhalten, die Biodiversität gefördert und der Bodendevastierung und Wasserverlust etwas entgegengesetzt werden kann. Deshalb wurde die vorherrschende Biodiversität auf dem ehemaligen Bahngelände einer der wichtigsten Parameter des Entwurfs. Zahlreiche schützenswerte Tier- und Pflanzenarten haben sich auf dem lange stillgelegten Gelände angesiedelt. Ein ausgeklügeltes Pflegekonzept sorgt nun dafür, dass auch weiterhin eine optimale, trocken-sonnige Umgebung erhalten bleibt. Der Wechsel von dichter Bebauung zur offenen Landschaft ist ein Modell der Zukunft.


Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB

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